Tages-Briefing · 26. Mai 2026

Uber zweifelt am KI-Budget: Zu viel ausgegeben, zu wenig zurück

Uber hat sein KI-Jahresbudget schon nach vier Monaten verbraucht. Jetzt fragt Präsident Andrew Macdonald öffentlich, ob sich das überhaupt lohnt.

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26. Mai 2026
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Uber zweifelt am KI-Budget: Zu viel ausgegeben, zu wenig zurück

Uber hat sein KI-Jahresbudget schon nach vier Monaten verbraucht. Jetzt fragt Präsident Andrew Macdonald öffentlich, ob sich das überhaupt lohnt.

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Markt

Uber zweifelt am KI-Budget: Praesident nennt Ausgaben 'schwer zu rechtfertigen'

Der Fahrdienst-Konzern hat sein KI-Jahresbudget 2026 offenbar nach vier Monaten aufgebraucht und sieht den Nutzen nicht klar genug.

Es ist eine Aussage, die in der aktuellen KI-Euphorie ungewohnt klingt: Einer der grossen Tech-Konzerne stellt oeffentlich infrage, ob sich seine KI-Ausgaben ueberhaupt lohnen. Uber-Praesident und Chief Operating Officer Andrew Macdonald sagte in einem Interview, dass KI-Ausgaben fuer das Unternehmen zunehmend 'schwer zu rechtfertigen' seien. Das ist deshalb bemerkenswert, weil es nicht von einem Skeptiker am Rand kommt, sondern aus der zweiten Reihe der Konzernspitze eines Unternehmens, das KI-Werkzeuge breit einsetzt.

Konkret berichtet The Verge unter Berufung auf das Interview im Format 'Rapid Response', dass Uber sein jaehrliches KI-Budget bereits vier Monate nach Beginn des Jahres 2026 ausgeschoepft habe. Macdonald verwies dabei laut Bericht insbesondere darauf, dass das Unternehmen keinen klaren Zusammenhang zwischen einem steigenden Token-Verbrauch fuer Claude Code - also der Menge an verarbeiteten Text-Bausteinen beim KI-Programmierassistenten von Anthropic - und einer messbar hoeheren Produktivitaet erkenne. Mehr KI-Nutzung im Code-Alltag bedeutet bei Uber demnach nicht automatisch mehr Output. Weitere Details, etwa absolute Zahlen zum Budget oder zur Produktivitaetsmessung, nennt das Material nicht.

Die Aeusserung trifft einen wunden Punkt der aktuellen Branchenstimmung. Anbieter wie Anthropic, OpenAI oder Google verkaufen ihre Modelle vor allem mit dem Versprechen, dass Entwicklerinnen und Entwickler damit schneller arbeiten - und Konzerne wie Uber zahlen pro verbrauchtem Token. Wenn nun ausgerechnet ein Grosskunde sagt, dass steigende Rechnungen nicht zu sichtbar besseren Ergebnissen fuehren, geraet das Geschaeftsmodell der KI-Anbieter unter Druck. Fuer andere Unternehmen, die gerade eigene KI-Budgets planen, ist Macdonalds Satz eine Einladung, genauer hinzuschauen, was die Werkzeuge wirklich bringen - statt sich vom Hype treiben zu lassen.

Offen bleibt vieles. Aus dem Material geht nicht hervor, wie Uber Produktivitaet konkret misst, ob das Budget nur fuer Claude Code oder fuer alle KI-Dienste galt und ob das Unternehmen seine KI-Ausgaben tatsaechlich kuerzt oder nur lauter darueber nachdenkt. Auch unklar ist, ob Macdonalds Einschaetzung intern geteilt wird oder ob sie eine Verhandlungsposition gegenueber Anbietern markiert. Mit nur einem Interview als Quelle bleibt zudem moeglich, dass die zitierten Aussagen verkuerzt wiedergegeben sind; den vollstaendigen Kontext liefert das vorliegende Material nicht.

In den kommenden Wochen lohnt der Blick auf zwei Dinge: Erstens, ob weitere Grosskunden aehnliche Zweifel oeffentlich aeussern - das waere ein Signal fuer eine breitere Korrektur der KI-Ausgaben. Zweitens, wie Anbieter wie Anthropic reagieren, etwa mit anderen Preismodellen oder klareren Produktivitaetsnachweisen. Sollte sich Macdonalds Skepsis als Vorbote eines Trends erweisen, koennte 2026 das Jahr werden, in dem die Frage 'Was bringt KI wirklich?' wichtiger wird als die Frage 'Welches Modell ist neu?'.

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